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Malediven Filitheyo 2004

malediven_filitheyo_2004_20101014_1621929228Nachdem uns das erste Mal Malediven so gut gefallen hatte, haben wir beschlossen noch mal hinzufahren um uns eine neue Insel anzusehen. Die Wahl fiel schlussendlich auf Filitheyo!

Nur leider war schon vom Anfang an der Wurm in der Reise….

Der Abflug war regulär für 20.00h geplant. Die Maschine hatte leider, aufgrund von heftigstem Nebel in Dubai, eine massive Verspätung. Wir sind somit erst um 04.00h in der Früh von Wien weggekommen. Deswegen sind wir dann auch erst bei Dunkelheit in Male angekommen und ein Weiterflug mit dem Wassertaxi war nicht mehr möglich. Wir wurden somit für eine Nacht in Male Stadt in einem „Hotel“ einquartiert. Und wir waren seeehr froh, als wir in der Früh wieder abgeholt wurden. Das Zimmer war einfach nur…brrrrr…Das Bett steinhart ohne wirkliche Decke zum zudecken, die Pölster muffig, die Klimaanlage laut, zu kalt und nicht regulierbar, das Bad haben wir nur zum Zähne putzen genützt, vor der Tür etliche Waschmaschinen – die auch in der Nacht durchliefen -  und dann sind noch diverse Leute vor unserer Tür rumgelegen.

 

Das Wassertaxi brachte uns dann am nächsten Tag endlich nach Fili. Die Anlegestelle lag mitten im Meer, somit wurden wir den Rest des Weges von einem Dhoni zur Insel gebracht. Es gab einen freundlichen Empfang mit kalten Tüchern und einem Fruchtcocktail.

 

malediven_filitheyo_2004_20101014_1384292014Wir bekamen unser Zimmer (ein Doppelbungalow) an der Nordostseite der Insel. Aber wo war der Strand, wo die Lagune???? Nicht wie auf Kuredu, wo wir 5 Schritte vom Meer entfernt waren, es war einfach nur viel „Grünzeug“ um uns rum. Das Zimmer selber war sehr schön, alles in Holz gehalten. Das Bad war halboffen mit einer eigenen Tür ins Freie, was besonders angenehm ist wenn man nicht sandig und nass durch’s Zimmer laufen muss. Leider sind die Doppelbungalows sehr hellhörig, man hört vom Wecker bis zum zuschieben der Nachttischladen des angrenzenden Zimmer alles! Wir hatten zumindest das Glück, den Grossteil der Zeit ohne Nachbarn zu sein.

 

Auf der Suche nach einem Strandzugang wurden wir erst einige Meter von unserer Zimmer entfernt fündig. Hier musste man nicht über Korallenschutt hineinklettern. Dementsprechend von Leuten, die auch keinen Zugang zum Meer vor ihrer Tür vorfanden, frequentiert war diese Gegend dann auch. Das war irgendwie nicht die Vorstellung die wir von den Malediven erwartet hätten…An anderen Stellen im näheren Umfeld ist man, unverletzt, nur mit Booties ins Wasser gekommen. Die einzige Ausnahme fand man wenn im Westen der Insel vor, wo auch die Einzelbungalows sind. Hier hatte man den Eindruck sich auf den Malediven zu befinden. Wir hätten aber gut 15-20 Minuten gebraucht um dorthin zu kommen. Somit hat uns diese Seite der Insel nur 2x am Abend an der Sunsetbar gesehen.

Ein Highlight war mit Sicherheit das Essen. Einfach Weltklasse!!! Wir hatten Vollpension gebucht, mussten also nur unsere Getränke zahlen. Im Restaurant hatte man, für die Zeit des Aufenthaltes, einen fixen Tisch. Es gab zu allen Mahlzeiten ein riesengroßes Buffet. Mit allem was das Herz begehrt, echt superlecker!!!!! Zu Michis Geburtstag wurde unser Tisch hübsch geschmückt und eine Torte gab’s auch!

malediven_filitheyo_2004_20101014_1989677510Tja, kommen wir zum Tauchen….Es ist eine Werner Lau Tauchbasis, wovon sich ja einige auf den Malediven finden lassen. Nachdem ich (Ulli) ja erst im Vorjahr den Tauchschein gemacht habe und ein Jahr lang überhaupt nicht unter Wasser war, war ich ein kompletter Frischling. Auf Werner Lau Basen muss man als Anfänger (unter 30 TG) immer in Begleitung eines Tauchlehrers sein, zumindest wenn man vom Boot taucht. Bei Hausrifftauchgängen war das Gott sei Dank nicht notwendig. Das ist natürlich auch mit Zusatzkosten verbunden, in meinem Fall waren es $ 5,- pro begleitetem Tauchgang.

 

Nach einem Checktauchgang am Hausriff ging’s dann das erste Mal auf’s Dhoni. Bei heftigem Wellengang waren wir endlich am Tauchplatz angekommen. Ich saß neben einem Ausgang, schon in kompletter Montur, nur meine mir zugeteilte Tauchlehrerin war am anderen Ende vom Boot. Also ich dorthin, als Belohnung dafür gab’s dann gleich einige blaue Flecke für mich. Rein ins Wasser, runter auf 30m (zur Erinnerung, ich bin ein OWD beim 10. TG !!!), gegen die Strömung anschwimmen und dann an Korallen festhalten da man sonst in der Strömung verloren gegangen wäre.  Michi hat zwar das möglichste getan um mir zu helfen, von meiner Begleitung war ja nicht viel zu sehen, aber nach ca. 30 Minuten hab ich dann heulend und erschöpft aufgegeben.

 

malediven_filitheyo_2004_20101014_1913274711Für mich war das tauchen dann die nächste Tage gestrichen, es hat einige Überzeugungsarbeit von Michi gebraucht um mich wieder ins Wasser zu bekommen. Wir waren dann nur mehr auf den „Luschenbooten“ im Innenatoll, aber nachdem wir beide nicht zu der Kategorie Kampftaucher gehören, wo es immer nur darum geht wer länger, tiefer mit weniger Luft unterwegs ist, hat uns das nicht wirklich gestört. Prinzipiell gab es täglich zwei Ausfahrten, einmal in der Früh um 9h und dann noch mal um 13h. Man konnte sich, soweit Platz vorhanden, das Boot immer aussuchen.

 

Da unsere Digitalkamera am 3. Tag leider den Geist aufgegeben hat, haben wir von diesem Urlaub nicht viele bildliche Erinnerungen. Da von dem angepriesenen „Großfisch satt“ nicht wirklich viel zu sehen war, war der Ärger über die kaputte Kamera nicht so groß. Das einzige Highlight war der kleine Mobula der einmal bei uns vorbeizog.

 

Im großen und ganzen war es mit Sicherheit ein schöner Urlaub, Filitheyo wird uns aber wahrscheinlich nicht wieder sehen!